Ein Dorf zum Daheimsein
Ein Dorf zum Daheimsein
Ein Dorf zum Daheimsein
Ein Dorf zum Daheimsein
Ein Dorf zum Daheimsein
Ein Dorf zum Daheimsein
Ein Dorf zum Daheimsein
Ein Dorf zum Daheimsein
 
 
Ein Dorf zum Daheimsein
1
Ein Dorf zum Daheimsein
2
Ein Dorf zum Daheimsein
3
Ein Dorf zum Daheimsein
4

Budget 2019

Defizit trotz Sparbemühungen

Das Budget 2019 der Gemeinde Gränichen basiert auf einem unveränderten Steuerfuss von 111 % und weist einen Aufwandüberschuss von
Fr. 509‘300.00 aus. Im Vergleich zum Vorjahrsbudget hat sich der Aufwandüberschuss somit verdoppelt. Diverse Budgeteingaben konnten aus Spargründen nicht berücksichtigt werden; trotzdem muss ein weiteres Jahr ein Defizit veranschlagt werden. Dieses Ergebnis ist für den Gemeinderat unbefriedigend; er ist sich bewusst, dass Massnahmen geprüft und eingeleitet werden müssen, um in Zukunft ein strukturelles Defizit vermeiden zu können. Es ist aber festzuhalten, dass aus der Erfolgsrechnung ein positiver Cashflow resultiert. Der erwartete Verlust kann aus dem vorhandenen Eigenkapital gedeckt werden.


Erfolgsrechnung
Der betriebliche Aufwand steigt gegenüber dem Budget 2018 um Fr. 241'200.00. Der Transferaufwand (Beiträge an andere Gemeinwesen und private Haushalte) steigt auch 2019 wieder mit Fr. 533'500.00 markant an. Erwähnenswert sind hier vor allem: Steigerung Bruttoaufwand materielle Hilfe und Alimentenbevorschussungen (+Fr. 342'500.00), gestiegene Kosten für die Pflegefinanzierung (+Fr. 90'000.00) sowie die Erhöhung der Schulgelder an die Gemeinde Suhr (+Fr. 80'900.00). Diese Mehrkosten, welche der Gemeinde primär durch Dritte auferlegt werden, konnten nur mit Einsparungen von Fr. 405'400.00 beim Sach- und übrigen Betriebsaufwand kompensiert werden. So wurde der Betrag für den baulichen Unterhalt der Verwaltungsliegenschaften von Fr. 435'100.00 um Fr. 184'500.00 reduziert und der Aufwand für Anschaffungen und Dienstleistungen ist um
Fr. 120'400.00 tiefer als im Vorjahr.

Der betriebliche Ertrag kann nur um Fr. 79'900.00 gesteigert werden. Aufgrund aktueller Hochrechnungen mussten die Steuern der natürlichen Personen für das Jahr 2019 mit Fr. 17‘350‘000 um Fr. 150‘000 tiefer als im Vorjahr budgetiert werden. Im Gegenzug kann aufgrund der aktuellen Eingänge bei den Gewinn- und Kapitalsteuern der juristischen Personen mit einem leicht höheren Ertrag als im Vorjahresbudget (+ Fr. 50'000.00) gerechnet werden. Einzig die Entgelte können gegenüber dem Vorjahr um gut 6 % resp. Fr. 117'000.00 gesteigert werden. Wesentlich dazu beitragen: höher erwartete Rückerstattungen für Sozialhilfe und Alimentenbevorschussungen (+ Fr. 82'000.00) und neue durch den Kanton eingeführte Mahngebühren im Steuerwesen
(+ Fr. 32'000.00).

Auf der betrieblichen Stufe resultiert somit ein Verlust von Fr. 1'696'300.00. Dieser kann mit dem Ergebnis aus der Finanzierung um Fr. 1'187'000.00 gemildert werden. Die wichtigste Einnahmequelle in diesem Bereich ist ein einmaliger Buchgewinn aus dem Verkauf von Baulandparzellen. Schlussendlich resultiert in der Erfolgsrechnung im Gesamtergebnis ein Defizit von Fr. 509'300.00.

Im Budget 2019 werden bei der Einwohnergemeinde Bruttoinvestitionen von Fr. 9'047'000.00 veranschlagt. Mit einer Zahlungstranche von
Fr. 5'000'000.00 stellt der Werkhofneubau das kostenmässig grösste Projekt dar. Weitere Fr. 2'584'000.00 werden in die Verkehrsinfrastruktur investiert. Grösster Anteil daran hat mit Fr. 1'654'000.00 die Zahlungstranche für die Erschliessung Oberfeld. In die Schulinfrastruktur wird
Fr. 1'320'000.00 investiert. Die Sanierung des Dorfschulhauses kostet Fr. 1'100'000.00. Dafür wird ein separater Verpflichtungskredit beantragt.

Die Nettoinvestitionen von Fr. 8'876'600.00 können nur mit rund 19 % resp. Fr. 1'677'300.00 selbst finanziert werden. Für 4 Millionen muss Geld am Kapitalmarkt aufgenommen werden.

Trotz der eher düsteren Aussichten kann aber festgehalten werden, dass die Verschuldung in den nächsten Jahren zwar stark ansteigen wird, aber dass sie das verkraftbare Mass aus heutiger Sicht nicht übersteigen wird.

Eigenwirtschaftsbetriebe
Dank des Zuschusses aus Steuergeldern von Fr. 9'400.00 Franken wird die Abfallbewirtschaftung ausgeglichen abschliessen. Die Abwasserbeseitigung budgetiert einen Ertragsüberschuss von
Fr. 43'100.00. Die geplanten Nettoinvestitionen von Fr. 690'000.00 können mit Fr. 160'100.00 selbst finanziert werden. Es resultiert ein Finanzierungsfehlbetrag von Fr. 529'900.00. Mit einem positiven Abschluss wird bei der Fernwärmeversorgung gerechnet (+ Fr. 42'500.00 Franken).

2014. Alle Rechte vorbehalten. Bitte lesen Sie die "Allgemeinen rechtlichen Hinweise, Datenschutz" bevor Sie diese Website weiter benützen.